Interim Management & KI

    Interim Management 2035: Welche Fähigkeiten künstliche Intelligenz nicht ersetzt

    10. September 2026 Lesezeit 7 minDonato BlandolinoDonato Blandolino

    In zehn Jahren wird ein erheblicher Teil dessen, was heute als Interim Management verkauft wird, überflüssig sein. Was automatisierbar ist, welche Fähigkeiten dadurch wertvoller werden und woran Sie einen Interim Manager erkennen, der auch 2035 gebraucht wird.

    In zehn Jahren wird ein erheblicher Teil dessen, was heute als Interim Management verkauft wird, überflüssig sein. Wer Zahlen sammelt, Präsentationen baut und Empfehlungen abgibt, wird ersetzt. Nicht von einem Kollegen, sondern von einem Werkzeug, das dasselbe in Minuten liefert und keinen Tagessatz aufruft.

    Das ist keine Drohung, sondern überfällig. In diesem Beitrag zeigen wir bei SMART iNTERIM, welcher Teil der Arbeit tatsächlich automatisierbar ist, welche Fähigkeiten dadurch wertvoller werden und woran Sie einen Interim Manager erkennen, der auch 2035 gebraucht wird.

    Welcher Teil der Arbeit verschwindet?

    Datenerhebung, Aufbereitung, Benchmarking, Szenarienrechnung, Berichtserstellung. Alles, was aus vorhandenen Informationen eine strukturierte Auswertung macht, wird künstliche Intelligenz schneller, billiger und rund um die Uhr erledigen.

    Dieser Teil war nie das Problem. Die Analyse war in den seltensten Fällen falsch. Wer ein Werk mit gestörter Termintreue betritt, findet fast immer dieselben Ursachen, und er findet sie in der ersten Woche.

    Gescheitert ist die Umsetzung. Sie ist gescheitert, weil niemand da war, der sie ausgehalten hat, als es unbequem wurde.

    Was bleibt, wenn die Analyse automatisiert ist?

    Genau das, was keine Maschine leisten kann:

    • In der Halle stehen, wenn die Schicht wütend ist. Eine Veränderung, die Arbeitsplätze, Schichtmodelle oder gewachsene Zuständigkeiten berührt, erzeugt Widerstand. Dieser Widerstand wird nicht in einer Videokonferenz aufgelöst, sondern vor Ort, im Gespräch, oft mehrfach.
    • Entscheiden, wenn die Datenlage schlecht ist. In der Praxis ist die Datenlage fast immer unvollständig, und trotzdem muss heute entschieden werden. Ein System, das auf saubere Daten wartet, entscheidet nicht. Ein Mensch mit Erfahrung entscheidet mit siebzig Prozent Information und korrigiert nach.
    • Menschen mitnehmen, die schon drei Berater kommen und gehen sahen. In vielen Werken ist Skepsis gegenüber externer Unterstützung berechtigt und erarbeitet. Diese Skepsis wird nur durch Verhalten über Zeit abgebaut, nicht durch ein überzeugendes Konzept.
    • Verantwortung für ein Ergebnis übernehmen, nicht für einen Bericht. Der entscheidende Unterschied. Ein Bericht endet mit der Übergabe. Ein Ergebnis endet, wenn es im Regelbetrieb hält.

    Warum die Umsetzung schwieriger ist als die Analyse

    Die Analyse ist ein Erkenntnisproblem, die Umsetzung ein Konfliktproblem.

    Jede Veränderung in einem produzierenden Unternehmen verteilt Aufwand, Risiko und Einfluss neu. Es gibt Gewinner und Verlierer, und die Verlierer wissen das meist früher als die Projektleitung. Wer die Umsetzung verantwortet, muss diese Konflikte führen, nicht moderieren.

    Das lässt sich nicht delegieren und nicht automatisieren.

    Es setzt voraus, dass jemand da ist, der die Konsequenzen seiner Entscheidungen selbst trägt und nicht nach der Präsentation das Haus verlässt.

    Drei Hebel für die kommenden Jahre

    Wer sich als Interim Manager oder als Führungskraft auf diese Verschiebung vorbereiten will, hat drei Ansatzpunkte:

    • Nähe zur Basis halten. Wer den Shopfloor nicht mehr kennt, verliert genau die Fähigkeit, die noch zählt. Die Wahrnehmung für das, was in einer Halle wirklich passiert, verfällt schneller als jedes Fachwissen.
    • Künstliche Intelligenz für Fleissarbeit nutzen und die gewonnene Zeit in Menschen investieren. Nicht in mehr Folien. Die Zeitersparnis aus der Automatisierung ist nur dann ein Gewinn, wenn sie dort landet, wo die Umsetzung entschieden wird.
    • Sich am Ergebnis messen lassen, nicht an der Laufzeit. Ein Mandat, das nach Tagen abgerechnet wird und keine Zielgrösse kennt, wird in zehn Jahren schwer zu verkaufen sein.

    Was das für Unternehmen bedeutet

    Für Auftraggeber verschiebt sich die Auswahlfrage. Bisher lautete sie oft: Wer hat die beste Methodik und die passenden Referenzen?

    Künftig lautet sie: Wer bleibt, bis es läuft?

    Prüfen Sie deshalb weniger den Lebenslauf und mehr die Mandatsdauer, die Übergaben und die Frage, woran das Mandat gemessen wurde. Ein Interim Manager, der ausschliesslich Konzeptphasen im Lebenslauf hat, wird Ihnen ein sehr gutes Konzept liefern.

    Wie SMART iNTERIM arbeitet

    Wir übernehmen Rollen, nicht Projekte. Unsere Leute gehen in die Linie, treffen Entscheidungen und stehen für das Ergebnis gerade, bis es im Regelbetrieb hält.

    Viele von ihnen kommen aus der Praxis, oft von ganz unten. Unser Gründer hat im Wareneingang angefangen. Das ist kein Schmuck für die Website, sondern der Grund, warum eine Schicht ihm zuhört, wenn er in der Halle steht.

    Kompetenz setzen wir voraus, sie ist der Einstiegspreis. Ob ein Mandat gelingt, entscheidet sich an Haltung, Konfliktfähigkeit und daran, ob die Mannschaft mitgeht.

    Häufige Fragen zur Zukunft des Interim Managements

    Wird künstliche Intelligenz Interim Manager ersetzen?

    Teilweise. Alles, was Datenerhebung, Aufbereitung und Berichtserstellung betrifft, wird automatisiert. Was bleibt, ist die Umsetzung vor Ort, die Konfliktführung und die Ergebnisverantwortung.

    Welche Fähigkeiten werden im Interim Management wichtiger?

    Präsenz vor Ort, Entscheidungsfähigkeit bei unvollständiger Datenlage, Konfliktführung und die Bereitschaft, sich am Ergebnis statt an der Laufzeit messen zu lassen.

    Warum scheitern Transformationsprojekte trotz guter Analyse?

    Weil die Analyse ein Erkenntnisproblem löst, die Umsetzung aber ein Konfliktproblem ist. Jede Veränderung verteilt Aufwand und Einfluss neu, und dieser Konflikt muss geführt werden.

    Worauf sollten Unternehmen bei der Auswahl eines Interim Managers achten?

    Auf die Mandatsdauer, die Art der Übergabe und die vereinbarte Zielgrösse. Wer nur Konzeptphasen vorweist, liefert ein Konzept, keine Umsetzung.

    Was unterscheidet Interim Management von klassischer Beratung?

    Beratung endet mit der Empfehlung, Interim Management mit dem Ergebnis. Der Interim Manager übernimmt eine Rolle mit Weisungsbefugnis und trägt die Konsequenzen seiner Entscheidungen selbst.

    Wie verändert künstliche Intelligenz die Arbeit in produzierenden Unternehmen?

    Sie verschiebt Aufwand von der Auswertung zur Entscheidung. Wer die gewonnene Zeit in Analysen statt in Menschen investiert, verschenkt den Vorteil.

    Über SMART iNTERIM

    SMART iNTERIM Management verbindet operative Transformation mit SAP und Enterprise Transformation in produzierenden Unternehmen, mit Schwerpunkt auf Restrukturierung, Werksaufbau, Werksverlagerung und Prozessoptimierung. Wir übernehmen Verantwortung für das Ergebnis, nicht für die Empfehlung, und arbeiten dort, wo die Wertschöpfung stattfindet. Aus der Praxis, nicht aus der Distanz. Kompetenz ist Voraussetzung, Persönlichkeit entscheidet. Sprechen Sie mit uns, wenn Sie jemanden brauchen, der bleibt, bis es läuft.

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    Wir kommen nicht, um Konzepte zu liefern. Wir kommen, um Verantwortung zu übernehmen.

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